Weil Sterben und Tod von Kindern in unserer Gesellschaft meist wie ein Tabu behandelt wird, stehen junge Menschen mit verkürzter Lebenserwartung am heutigen Tag im Mittelpunkt – bekommen Raum und Zeit. Damit soll gezeigt werden, dass diese Kinder, wie alle anderen auch, Spaß haben, Freunde treffen, spielen, geliebt und gesehen werden und „normal“ behandelt werden wollen. Raum zu wachsen, sich zu bewegen und zu entfalten – sowie Zeit zu lernen, zu erfahren und zu begreifen – brauchen alle Kinder und soll es für alle Kinder geben. Unabhängig davon, ob sie gesund sind oder krank, klein oder groß, arm oder reich, schnell oder langsam..

Das Jahresmotto „Leben und Sterben“ weist darauf hin, dass die Balance zwischen Leben und Sterben bei Kindern mit verkürzter Lebenserwartung nicht, wie etwa bei anderen Kindern, in weiter Ferne liegt, sondern sie sich im Hier und Jetzt der Tatsache stellen müssen, dass ihr Leben kurz sein wird und sie vielleicht im Kindes- oder Jugendalter sterben werden. Deshalb will das Motto „Raum und Zeit – für Leben und Sterben“ des Österreichischen Kinderhospiz- und Palliativtags am 1. Juni 2022, den Kindern in Hospiz- und Palliativversorgung Raum und Zeit geben mit ALLEN Themen, die für sie wichtig sind.

Symbol für diesen Tag ist die /der Seiltänzer*in. Sie/er steht dafür, dass der Alltag von Familien mit unheilbar kranken Kindern ist ein ständiger Balanceakt ist, zwischen Tragen und Getragen werden – darum geht es in der Zeit der Krankheit, des Sterbens und der Trauer. Hospiz- und Palliativeinrichtungen unterstützen in diesen Zeiten und tragen die schwierigen Situationen mit

Der österreichische Kinderhospiz- und Palliativtag soll
• auf die Situation unheilbar kranker Kinder und Jugendlicher und ihrer Familien aufmerksam machen
• die Inhalte und Angebote der pädiatrischen Hospiz- und Palliativarbeit bekannter machen
• die Öffentlichkeit für das Thema „schwere Krankheit, Sterben und Tod von Kindern und Jugendlichen“ sensibilisieren und dieses Thema damit ein Stück weit enttabuisieren
• auf die Bedürfnisse von Kindern aufmerksam machen, die in ihrem Umfeld mit den Themen unheilbare Erkrankung, Sterben, Tod und Trauer konfrontiert sind
• Menschen für ehrenamtliches Engagement gewinnen
• ideelle und finanzielle Unterstützer*innen finden >> Spenden

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