Geschichte Hospiz-Bewegung Salzburg

Mehr als 20 Jahre Lebensfreude

Initialzündung war ein Informationstag im März 1992 im Bildungs- und Konferenzzentrum St. Virgil mit Internist Dr. Paul Becker, dem Begründer und Präsidenten der internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand Limburg. Ab September 1992 richtete der Caritas-Verband Salzburg eine Stelle zur Gründung und Koordination der Hospiz-Bewegung in Salzburg im Albertus-Magnus-Haus ein.

Ein interdisziplinäres Team Ehrenamtlicher aus den Bereichen Pflege, Seelsorge, Psychologie und Bildung erstellte bis 1993 einen Projektplan für die Hospiz-Bewegung Salzburg. Dies führte im Jahr 1994 zur Gründung eines eigenständigen, politisch unparteilichen und überkonfessionellen Vereins. Die wichtigsten Aufgaben in den ersten Jahren bestanden in der Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlichen BegleiterInnen, in der Etablierung der Hospiz-Idee, indem Menschen im Bundesland Salzburg mit dem Thema Leben und Sterben in Berührung gebracht wurden, im Ausbau des Angebotes mobiler Begleitung und der Finanzierung des rein privaten Vereines.

 

In den folgenden Jahren entstanden Hospiz-Initiativen im gesamten Bundesland:

1995: Aufbau der Hospiz-Initiative Lungau mit Unterstützung durch die Soroptimistinnen.

 

1998: Gründung der Hospiz-Initiative Pongau – Bischofshofen und des eigenständigen Hospiz-Vereins Radstadt, von dem regionale Lehrgänge zur Ausbildung ehrenamtlicher BegleiterInnen organisiert wurden. Dieser Verein schloss sich 2005 der Hospiz-Bewegung Salzburg an als Hospiz-Initiative Enns-Pongau.

 

1999: Gründung der Hospiz-Initiative Pinzgau – Zell am See, in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Palliative Betreuung Pinzgau, dem Vorläufer des mobilen Palliativteams Pinzgau.

 

2000 bildete sich die Hospiz-Initiative Pinzgau – Saalfelden zur Organisation eines eigenständigen Lehrganges zur Sterbebegleitung und Trauerarbeit, nach dessen Abschluss 2003 ein eigenes Hospizteam in der Begleitung aktiv wurde.

 

2000 wurde in Salzburg im Kleingmainerhof Österreichs erstes Tageshospiz eröffnet, in dem Menschen mit fortschreitender Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung tagsüber Aufnahme finden. Seit der Eröffnung im Jahr durch die Hospizbewegung Salzburg erfahren unsere BesucherInnen bestmögliche palliative Betreuung und liebevolle Begleitung im geschützten Umfeld.

 

2001 entstand unter tatkräftiger Mitwirkung des Tennengauer Gesundheitsnetzwerks die Hospiz-Initiative im Tennengau, die nach dem Abschluss eines eigenen Lehrganges zur Sterbebegleitung und Trauerarbeit 2003 ein Hospizteam aktiv tätig wurde.

 

2004 wurde die Hospiz-Initiative Flachgau aus der Initiative der Stadt Salzburg heraus gebildet, von wo aus seit Beginn der Flachgau mitbetreut wurde.

 

2010 entstand aus dem Team Zell am See ein eigenes kleines Team für den Oberpinzgau.

 

2013 wurde in Oberndorf bei Salzburg ein zweites Team der Hopsiz-Initiative Flachgau ins Leben gerufen.

 

In den letzten Jahren wurde die Kooperation mit der Caritas der Erzdiözese durch die gemeinsame Entwicklung von mobilen Palliativ- und Hospizteams intensiviert, die neben der Hospizbegleitung die lindernde medizinische, pflegerische und psychosoziale Betreuung durch Fachpersonal anbieten. Interdisziplinäre Teams aus Palliativärzten und palliativ ausgebildeten Pflegefachkräften arbeiten eng mit den ehrenamtlichen Hospizteams unter einer gemeinsamen Einsatzleitung zusammen.

 

2013 – neue Herberge für Tageshospiz und Landesleitung

Aufgrund der anerkannten Qualität der Betreuung wurde das Tageshospiz in den letzten Jahren immer stärker in Anspruch genommen, daher wurde der ehemalige „Radauerstall“ für das neue Tageshospiz in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Gebäude umgebaut und Ende September 2013 in dieses Gebäude übersiedelt.