Von Obfrau Dr. Maria Haidinger dazu eingeladen, engagierte sich Dr. Alois Grüner seit dem Jahr 2000 im Vorstand der Hospiz-Bewegung Salzburg und hat dabei die Entwicklungen in der Organisation wesentlich geprägt.

Schon in seiner Zeit als Leiter der Abteilung 9 für Gesundheitswesen und Anstaltenverwaltung am Land Salzburg unterstützte der gebürtige Mühlviertler Jurist den Aufbau der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung im Bundesland Salzburg. Er förderte sowohl den Aufbau der mobilen Palliativteams mit dem Pilotprojekt im Pinzgau unter Federführung von Dr. Ines Groh als auch die Entwicklung des Tageshospizes als selbständigem Ambulatorium, einem einzigartigen Projekt im deutschsprachigen Raum. Mit der Entwicklung des Strukturplans Salzburg 2010 war Alois Grüner für die strategische Neuausrichtung des Salzburger Gesundheitssystems hauptverantwortlich.

Seit er im November 2007 in den Ruhestand getreten war, stellte er als Kassier und Kassierin-Stellvertreter noch mehr Zeit und Energie für die Hospiz-Bewegung Salzburg zur Verfügung. Mit seiner juristischen, strategischen, wirtschaftlichen und vor allem menschlichen Kompetenz steht er mit Rat und Tat zur Seite und weicht keiner Krisensituation aus. Mit unermüdlichem Verhandlungsgeschick ermöglichte er die Übersiedelung des Tageshospizes in die neue Wirkungsstätte. Hier bezog er auch sein neues Büro, seine „zweite Heimat“, und nahm so am Alltagsleben in der Hospiz-Bewegung teil, setzte sich an den gemeinsamen Tisch zum Besprechen oder zum Essen. Die Vorbereitung von Veranstaltungen und die Gewinnung von Sponsoren betrieb er mit einer liebenswürdigen Hartnäckigkeit.

Bei allem Handeln steht für ihn der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt, er hat für alles ein offenes Ohr. Unnachahmlich sind seine Herzlichkeit gepaart mit einem trockenen Humor, immer wieder lockert er durch Anekdoten und Witze auch schwierige Situationen auf. Mit Gesellschaftsspielen, Gitarre und Gesang frischt er Feiern auf, er betont stets den positiven und zukunftsorientierten Blick auf neue Entwicklungen. Unvergesslich sind seine kleinen Geschenke mit Symbolcharakter. Gesundheitsbedingt legte er heuer seine Funktion als Kassierin-Stellvertreter zurück. Wir hoffen, dass er noch möglichst lange durch seine Fachkompetenz und Erfahrung in kniffligen Fragen zur Verfügung steht. Mit ihm verlieren wir einen wichtigen Mitarbeiter, bleiben aber in Freundschaft verbunden.

Lieber Alois, im Namen des gesamten Hospizteams herzlichen Dank für Alles!

Christof S. Eisl

PS: Lieber Alois, auch meinerseits ein herzliches Dankeschön für die (jahrzehnte)lange duale wie kollegiale Führung des Beirats – alles Liebe und noch unzählige (Rapid)Spiele!

Gerhard Scheuer,
Beirat Finanzen & Öffentlichkeitsarbeit