Projekte


Die Prüfung der Salzburger Akademie für Palliative Care erfolgte durch eine unabhängige Akkreditierungsgruppe. Die Organisation ist im Verzeichnis der Ö-Cert-Qualitätsanbieter unter www.oe-cert.at gelistet.


Ö-CERT für Salzburger Akademie für Palliative Care

Die SALZBURGER AKADEMIE FÜR PALLIATIVE CARE erfüllt die Grundvoraussetzungen für Erwachsenenbildungsorganisationen und verfügt über ein im Qualitätsrahemen für Erwachsenenbildung in Österreich anerkanntes Qualiätsmanagement-System/Verfahren. Somit sind sämtliche Ausbildungen an der SALZBURGER AKADEMIE FÜR PALLIATIVE CARE förderungswürdig – Näheres erfahren Sie bei uns.


Alten- und Pflegeheime nehmen im Bundesland Salzburg als Sterbeort mit 22,9 % eine bedeutende Rolle ein. Die Salzburger Akademie für Palliative Care, die Hospiz-Bewegung Salzburg und der Verein Seniorenheime Salzburg haben im vergangenen Jahr ein Pilotprojekt in fünf Modellpflegeheimen initiiert, um die ganzheitliche, multiprofessionelle Versorgung und Betreuung der Bewohner/innen in deren letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen.


Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen

Sterben und Abschiednehmen sind eine der Kernprozesse im Lebensumfeld Alten- und Pflegeheime. Die Salzburger Akademie für Palliative Care initiierte 2013 mit zwei Partnern ein Projekt, das wegweisend ist. Und dessen evaluierte Ergebnisse für sich sprechen.



Die Anforderungen an das Personal der Alten- und Pflegeheime sind enorm gestiegen: Menschen kommen in einem wesentlich schlechteren Zustand als früher in Heime, ihre Lebensspanne ist hier deutlich kürzer geworden. Die psychische Gesundheit der Mitarbeiter/innen, die häufig ein bröckelndes oder fehlendes soziales Umfeld ausgleichen müssen, ist wichtig für die Qualität der Betreuung. Durch bewussten Umgang mit schwierigen Situationen, Fachkompetenz und den Austausch der Berufsgruppen kann die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert und die respektvolle Begegnung mit den Menschen, die im Mittelpunkt des Interesses stehen, gestärkt werden.

Das gemeinsame Projekt der Salzburger Akademie für Palliative Care, der Hospiz-Bewegung Salzburg und dem Verein Seniorenheime Salzburg startete im Februar 2013 und wurde im März 2014 abgeschlossen. Das Ziel war und ist es, die Qualität in der Betreuung bis zum Schluss zu gewährleisten und damit die Situation für Bewohner/innen in Salzburgs Alten- und Pflegeheimen nachhaltig zu verbessern. Eine Besonderheit war das präzise Eingehen auf die konkreten örtlichen Gegebenheiten und die Einbeziehung aller Berufsgruppen in den Heimen. Gemeinsam wurden sowohl die strukturelle Entwicklung in den Einrichtungen als auch die gemeinschaftliche Weiterbildung aller Berufsgruppen angegangen.

Dies geschah durch eine moderierte Organisationsentwicklung auf Betreuungs- und Leitungsebene in jedem teilnehmenden Haus, um die nachhaltige Umsetzung zu sichern. Eingebunden wurden auch externe Partner/innen wie Hausärzt/innen, Seelsorger/innen, die Hospiz- und Palliativteams, usw. Die Teilnahme von vier Seniorenheimen ermöglichte den intensiven Austausch und das Lernen der Häuser voneinander.

Das Projekt orientierte sich konsequent an den Bedürfnissen der beteiligten Menschen. Dies sind einerseits die Bewohner/innen, die sich in der allerletzten Lebensphase vielen oft neuen Herausforderungen stellen müssen.

Trotz nachlassender Kräfte und vielfältiger gesundheitlicher Belastungen wollen sie noch am Leben teilhaben. Andererseits die An- und Zugehörigen, die dabei oft eine wichtige soziale Rolle spielen und in die Entscheidungen, Kommunikation und Betreuung eingebunden werden müssen.

Letztlich profitiert jedes beteiligte Alten- und Pflegeheim von einer Entwicklung, die zu mehr Zufriedenheit bei den Mitarbeiter/innen führt und die eine interprofessionelle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten von Pflege, Medizin, psycho-sozialen Berufen, Seelsorge, mobilen Palliativteams, und Ehrenamtlichen stärkt.

Um Verständnis für die Wichtigkeit dieses Projekts bzw. es wissenschaftlich zu untermauern, wurde es von Mag.a Birgit Weichbold evaluiert. Aus dieser Evaluation gingen klare Handlungsempfehlungen hervor:

  1. Bewusstsein für Hospiz und Palliative Care weiter stärken
  2. Kompetenz für Hospizkultur und Palliative Care ausbilden
  3. Die Zusammenarbeit innerhalb der Berufsgruppen fördern/fordern
  4. Standards implementieren
  5. Organisationsentwicklungsprozess positionieren und kommunizieren sowie ein Wunsch: die Finanzierung der Kosten für Hospiz- und Palliativleistungen sicherstellen

Im Rahmen der Präsentation der Evaluationsstudie am 20. März 2014 wurde mit diesem Finanzierungswunsch an Sozialreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn herangetreten, der das Engagement aller Beteiligten würdigte und einer Prüfung der Finanzierung zusagte. Gemeinsam mit der Obfrau der Hospiz-Bewegung Salzburg, Maria Haidinger, überreichte er Zertifikate an vier Seniorenheime für „Hospizkultur und Palliative Care in Alten und Pflegeheimen.“ Ausgezeichnet wurden die SeniorenheimeAlbertus Magnus-Haus und Seniorenwohnhaus Nonntal in der Stadt Salzburg, das Seniorenwohnheim Marienheim in Mariapfarr und das Seniorenwohnheim Abtenau.